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Sven-Gerrit Franke

Sven-Gerrit Franke

Sven ist Ernährungsberater & Ernährungs-Coach bei uns im STARTblock, absoluter Teamplayer und Sportstratege. Er hat immer ein offenes Ohr für deine Ziel und die besten Ernährungstipps parat!

Diabetes Typ-2

Diabetes Typ-2 ist eine sogenannte ernährungsassoziierte Erkrankung, welche der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft und dem daraus resultierenden Stress geschuldet sind. Dieser Stress mündet in einem Essverhalten, das sich durch Lebensmittel mit einem hohen Verarbeitungsgrad auszeichnet.

Mittlerweile sind ca. 7,5 Millionen Menschen als Diabetiker eingetragen und die Zahl soll bis 2040 auf 12,3 Millionen ansteigen (Gutmann & Liedtke 2021; Tönnies et al. 2019).

Diabetes mellitus - zwei Varianten

Unser Körper benötigt Glukose, um Energie für die Stoffwechselprozesse zu generieren. Damit die Glukose in die Muskel- oder Leberzelle aufgenommen werden kann, wird Insulin benötigt. Aus dieser Funktion heraus wird allgemein von der „Zuckerkrankheit“ gesprochen. In der Pathologie wird sie als chronische Stoffwechselkrankheit klassifiziert.

Der Typ-1 Diabetes geht mit einem vollkommenen Verlust der Insulinproduktion der Pankreaszellen einher und etabliert sich häufig im Kindes- und Jungendalter. Dieser Verlauf ist nicht reversible und bleibt ein Leben lang bestehen. Die bisher einzige Therapiemaßnahme: Insulinspritzen.

Der Typ-2-Diabetes kann erblich bedingt sein, jedoch muss nicht jeder, der diese Erkrankung in sich trägt, davon betroffen sein. Der Ausbruch der Erkrankung kann durch das Wohlstandssyndrom getriggert werden: Im Zusammenspiel von Bewegungsmangel und exzessivem Essen wird die Insulinresistenz gefördert. Der dauerhaft hohe Blutglukosespiegel verleitet die Körperzellen dazu, die Aufnahme von Glukose zu „verweigern“. Sie bilden eine Resistenz. Die Bauchspeicheldrüse ist somit angeregt, vermehrt Insulin zu synthetisieren, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Die chronische Überproduktion hat eine Erschöpfung der Pankreas-Zellen zur Folge. 

Die Typ-2 Erkrankung verläuft schleichend, die Beschwerden sind im Anfangsstadium kaum zu bemerken. Eine Diagnose der Erkrankung kann sich dementsprechend verzögern, was zur Folge haben kann, dass das Ausmaß der Erkrankung drastisch gesteigert werden kann. Deshalb ist es wichtig, auf folgende Symptome zu achten:

  • starkes Durstgefühl
  • vermehrter Harndrang
  • Müdigkeit und Antriebsschwäche
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • verschlechtertes Sehvermögen
  • Muskelkrämpfe

Bei einer unzureichenden Behandlung können Herz- und Gefäßkrankheiten die Folge sein. Die Blutgefäße können zum Verschluss neigen, wodurch eine Minderdurchblutung der Beine und Füße oder der feinsten Arterien im Hirn und am Herzen herbeigeführt werden kann (Adolph 2010).

Therapieansatz bei Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie

Kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit niedrigen Glykämischen Index (GI) verzehren

Der GI-Index gibt an, wie stark die Insulinantwort des Körpers ausfällt und beschreibt die Zuckerzusammensetzung des Lebensmittels. Produkte mit einem hohen GI neigen dazu, dass sie die Magenpassage schnell überwinden und die Nährstoffe dementsprechend rasch abgeben. Weißbrot, zuckerreiche Süßigkeiten und Softdrinks zählen zu dieser Kategorie. Der Körper neigt dazu, stark verarbeitete Lebensmittel schnell aufzunehmen, weshalb du diese tunlichst vermeiden solltest.

Normalgewicht erreichen

Eine wichtige Rolle spielt dein Gewicht. Die Insulinempfindlichkeit kann sich mit einer Gewichtsabnahme verbessern. Zudem kann der Körper über sportliche Bewegung die Glukose insulinunabhängig in Muskelzellen schleusen, was die Insulinempfindlichkeit steigert. Das sollte ein Anreiz für dich sein, dein Gewicht in normale Bahnen zu lenken.

Ballaststoffreiche Lebensmittel bevorzugen

Vollkornprodukte geben wegen ihres komplexen Kohlenhydratprofils ihre absorbierbaren Zuckermoleküle langsamer an den Körper ab. Dein Körper hat somit mehr Zeit, sich auf die kommende Aufgabe vorzubereiten.

Mehr Bewegung

Regelmäßige körperliche Bewegung beschleunigt die Gewichtsabnahme und verbessert das körperliche und seelische Wohlbefinden. Integriere regelmäßige Bewegung in deinen Alltag.

Die Bewegung sollte an dein aktuelles Fitnesslevel angepasst werden. Also starte doch einfach, indem du lieber mal die Treppe anstatt des Aufzugs nimmst und regelmäßige Spaziergänge machst – gelenkschonende Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Wandern und Schwimmen können langfristig für ausreichend Bewegung sorgen. Gezielte Kräftigungs- und Mobilisationsübungen integrieren die Muskulatur in die Bewegungsabläufe und sorgen für einen gesteigerten Grundumsatz. 

Mehr Gemüse und Obst essen

Sekundären Pflanzenstoffe wirken anti-entzündlich und schützen deine Blutgefäße. Gemüse senkt die Energiedichte in den Gerichten und steigert die Sättigung. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Stoffwechselprozesse, können das Mikrobiom fördern und sollten deshalb ein fester Bestandteil in deiner Ernährung sein.

Unsicher? Kein Problem, wir finden ein Weg!

Wenn du in Sachen Ernährung, Sport und Gesundheit Hilfe benötigst oder dich unsicher fühlst, dann sprich uns gern an! Anhand unserer umfänglichen Anamnese und der damit verbundenen Schulung schauen wir gemeinsam, wo du stehst und wie wir zusammen dein Ziel erreichen.

Vereinbare doch gern per Mail oder Telefon mal einen kostenlosen Appetizer-Termin bei uns in der REHA-diesportstrategen. Hier beantworte ich dir auch gern alles, was du zum Thema Ernährung wissen möchtest!

Beste Grüße
Sven

Quellen:
Tönnies, T., Röckl, S., Hoyer, A., Heidemann, C., Baumert, J., Du, Y., … & Brinks, R. (2019). Projected number of people with diagnosed Type 2 diabetes in Germany in 2040. Diabetic Medicine36(10), 1217-1225.

Gutmann, M., Liedtke, F., (2021).  DGE-Beratungsstandards, 1. Auflage, 1. aktualisierte Ausgabe 2021 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V, 978-3-88749-268-7

Adolph, M. (2010). Ernährungsmedizin: Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer; 276 Tabellen. Georg Thieme Verlag.

DeFronzo, R. A., Ferrannini, E., Groop, L., Henry, R. R., Herman, W. H., Holst, J. J., … & Weiss, R. (2015). Type 2 diabetes mellitus. Nature reviews Disease primers1(1), 1-22.

Beitragsfoto: Myriam Zilles via Unsplash

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